Heißluftfritteuse raucht beim ersten Gebrauch: Was ist normal?
Die neue Heißluftfritteuse ist gerade ausgepackt, Sie schalten ihn zum ersten Mal ein — und plötzlich steigt feiner Rauch auf, dazu ein ungewohnter Geruch. Das ist ein häufiger Moment der Verunsicherung, aber in den allermeisten Fällen kein Grund zur Sorge. Was hier passiert, hat einen einfachen technischen Hintergrund und lässt sich mit wenigen Handgriffen erledigen, bevor das erste Gericht in den Korb kommt.
In diesem Ratgeber erklären wir, warum ein brandneues Gerät vor dem ersten Kochen raucht oder riecht, wie Sie es richtig einbrennen und woran Sie erkennen, dass es sich eben nicht um das normale Herstellungsphänomen handelt.
Warum das beim allerersten Gebrauch normal ist
Heizspirale und Korb werden bei der Fertigung mit einer dünnen Schicht Schutz- beziehungsweise Maschinenöl versehen, damit die Metallteile Transport und Lagerung ohne Rost überstehen. Dieser Ölfilm ist mit bloßem Auge oft kaum sichtbar, verbrennt aber beim ersten Aufheizen und setzt dabei kurzzeitig feinen Rauch sowie einen Geruch nach warmem Metall oder leicht ölig frei.
Dieses Phänomen betrifft praktisch jedes fabrikneue Küchengerät mit Heizelement — vom Backofen über den Toaster bis zur Heißluftfritteuse — und ist ein einmaliges Ereignis. Sobald die Rückstände einmal abgebrannt sind, tritt es bei künftigem Gebrauch nicht mehr auf.
So brennen Sie die Heißluftfritteuse sicher ein
1. Verpackung vollständig entfernen
Nehmen Sie Folien, Schutzaufkleber und Styropor-Polster aus dem Garraum, bevor Sie das Gerät zum ersten Mal einschalten. Zurückgebliebenes Verpackungsmaterial verbrennt und verstärkt Rauch und Geruch unnötig.
2. Gerät leer, ohne Lebensmittel, laufen lassen
Stellen Sie den leeren Korb ein und lassen Sie die Heißluftfritteuse bei hoher Temperatur zehn bis fünfzehn Minuten laufen. So brennen die Schutzölreste vollständig ab, bevor sie mit Ihrem ersten Gericht in Berührung kommen.
3. Für gute Belüftung sorgen
Öffnen Sie ein Fenster oder schalten Sie die Dunstabzugshaube ein, solange das Gerät einbrennt. Achten Sie auf den Abstand zu Rauchmeldern, damit diese nicht unnötig auslösen — ausschalten sollten Sie sie dafür nicht.
4. Bei Bedarf wiederholen
Riecht es nach dem ersten Durchgang noch deutlich, wiederholen Sie den Leerlauf ein zweites Mal. Erst wenn kaum noch Geruch wahrnehmbar ist, sollten Sie mit dem eigentlichen Kochen beginnen.
Wann Sie vorsichtig sein sollten
Der Übergang von normal zu auffällig lässt sich an zwei Merkmalen festmachen: Dauer und Geruchsart. Normale Herstellungsrückstände verbrennen innerhalb von ein bis zwei Leerläufen und riechen nach warmem Metall oder dezent ölig. Hält der Rauch auch nach mehrmaligem Leerlaufen unvermindert an oder riecht er eher chemisch, beißend oder nach verschmortem Kunststoff, deutet das nicht mehr auf das übliche Einbrennen hin.
Kontaktieren Sie in diesem Fall den Hersteller oder Händler und prüfen Sie einen Umtausch, bevor Sie das Gerät mit Lebensmitteln weiterbenutzen. Sicherheit geht in diesem Punkt klar vor — im Zweifel lieber einmal zu viel nachfragen.
Abgrenzung zu anderen Geruchsthemen
Das hier beschriebene Rauchen betrifft ausschließlich den allerersten Gebrauch vor dem ersten Kochvorgang und geht von der Heizspirale aus. Riecht Ihr neues Gerät dagegen eher nach Kunststoff von Gehäuse und Bedienfeld, ohne dass Rauch aufsteigt, lesen Sie stattdessen unseren Ratgeber zum Plastikgeruch bei der neuen Heißluftfritteuse entfernen.
Tritt Rauch dagegen erst bei einem bereits längere Zeit genutzten Gerät auf, liegt die Ursache fast immer an eingebrannten Fettresten und nicht mehr an Herstellungsrückständen. Wie Sie diese entfernen, erklären wir ausführlich in unserer Anleitung zum Heißluftfritteuse richtig reinigen. Falls der Rauch trotz mehrfachem Leerlauf bei einem Neugerät nicht abklingt und Sie über einen Umtausch oder Neukauf nachdenken, hilft Ihnen unsere Kaufberatung für Heißluftfritteusen bei der Auswahl eines zuverlässigen Nachfolgemodells.