Meal-Prep mit Sous-Vide fürs Büro
Ein Wochenende am Wasserbad, mehrere Werktage entspannt versorgt: Sous-Vide eignet sich gut für vorbereitete Mittagessen im Büro — wenn Portionierung und Kühlkette stimmen.
Wer regelmäßig zur Mittagszeit im Büro isst, kennt das Dilemma zwischen teurem Liefer-Essen und aufwendigem täglichen Kochen. Sous-Vide bietet hier einen dritten Weg: Am Wochenende mehrere Portionen gleichzeitig garen, portionieren und für die Woche vorbereiten. Die Grundprinzipien dazu finden Sie auch in unserem Ratgeber Was ist Sous-Vide? Einstieg für Anfänger.
Warum sich vakuumierte Portionen für Meal-Prep eignen
Der große Vorteil vakuumierter Portionen gegenüber klassischen Aufbewahrungsdosen liegt in der Platzersparnis und dem geringeren Luftkontakt: Flach vakuumierte Beutel lassen sich platzsparend stapeln und beanspruchen im Kühlschrank deutlich weniger Raum als sperrige Boxen. Mehr zu den Grundlagen des Vakuumierens erfahren Sie in unserem Ratgeber Vakuumieren: Grundlagen zu Beuteln.
Die Kühlkette sachlich betrachtet
Bei allen Vorteilen gilt: Vorbereitete Portionen sind ein Lebensmittel wie jedes andere und unterliegen denselben Grundregeln zur Kühlkette. Nach dem Garen sollten die Beutel zügig heruntergekühlt und anschließend durchgehend im Kühlschrank gelagert werden, statt zwischendurch länger bei Raumtemperatur zu stehen. Wiederholtes Erwärmen und erneutes Abkühlen derselben Portion vermeiden Sie am besten komplett. Die grundsätzlichen Regeln zur Lebensmittelsicherheit beim Sous-Vide-Garen fassen wir in unserem Ratgeber Lebensmittelsicherheit beim Sous-Vide zusammen — diese gelten für Meal-Prep-Portionen genauso wie für frisch zubereitete Gerichte.
Im Zweifel gilt auch hier: lieber eine Portion früher verbrauchen oder im Zweifel entsorgen, als bei Unsicherheit über die Lagerdauer ein Risiko einzugehen. Eine kurze Beschriftung mit Datum auf jedem Beutel hilft dabei, den Überblick zu behalten, welche Portion zuerst an der Reihe ist.
Portionieren mit dem richtigen Behälter
Wer am Wochenende gleich mehrere Portionen im selben Wasserbad zubereiten möchte, profitiert von einem ausreichend großen Behälter. Wie Sie die passende Größe finden, beschreiben wir in unserem Ratgeber Behältergröße und Isolierung richtig wählen. Ein Gestell, das die Beutel auf Abstand hält, sorgt dafür, dass jede Portion gleichmäßig durchgart, selbst wenn mehrere Beutel gleichzeitig im Wasser liegen.
Am Schreibtisch angekommen, lässt sich die Portion meist einfach aus dem Beutel in ein mikrowellengeeignetes Gefäß umfüllen und dort erwärmen, da handelsübliche Vakuumbeutel in der Regel nicht für die Mikrowelle ausgelegt sind. Alternativ kann die noch ungeöffnete Portion auch schonend in heißem Wasser erwärmt werden, ähnlich wie beim ursprünglichen Garvorgang, nur mit kürzerer Zeit, da es hier nur ums Aufwärmen geht.
Abwechslung über die Woche
Damit Meal-Prep nicht eintönig wird, lohnt es sich, unterschiedliche Zutaten in einem Durchgang zuzubereiten: Ein Grundprotein lässt sich gut mit Gemüse kombinieren, das eigene Anforderungen an Garzeit und Konsistenz stellt — mehr dazu in unserem Ratgeber Gemüse Sous-Vide garen: anders als Fleisch. Durch unterschiedliche Gewürzmischungen oder Saucen, die erst kurz vor dem Essen hinzugefügt werden, lässt sich aus derselben Grundzubereitung leicht Abwechslung für die gesamte Woche gewinnen.